Demmler galt seinen Zeitgenossen als zielstrebiger Mann und herausragender Techniker. Doch er war auch zur rechten Zeit am rechten Ort. Gerade war die Residenz von Ludwigslust zurück nach Schwerin verlegt worden, so dass eine Vielzahl repräsentativer Bauten nötig war.
Eines der ersten Demmlerschen Projekte in Schwerin jedoch galt dem Straßenbau. Durch die Errichtung einer Chaussee über den Spieltordamm nach einer damals neuen Methode, gilt Demmler als der Begründer des modernen Straßenbaus in Mecklenburg. Aus verständlichen Gründen ist davon heute nichts mehr zu sehen. Das gilt auch für das 1836 fertiggestellte Demmlersche Hoftheater, das 1882 einem Brand zum Opfer fiel.
Von 1837 bis 1842 lag der Bau des Marstalls in den Händen Demmlers. Wegen des schwierigen Untergrunds gilt dieses imposante Gebäude als eine technische Meisterleistung seines Schöpfers.
Die Errichtung des Arsenals leitete die Erweiterung Schwerins nach Westen hin ein. Demmlers Wohnhaus Mecklenburg- Ecke Arsenalstraße gab den Anstoß für die Verlängerung der Mecklenburgstraße zum Pfaffenteich hin. Zu Recht als die größte Leistung des Hofbaurats gepriesen, wird die Umgestaltung des Schweriner Schlosses. Von 1845 bis 1851 begleitete er den Umbau als Schlossbaumeister, die heutige Erscheinung des Wahrzeichens geht im wesentlichen auf seine Entwürfe
zurück. Die Lage des Alten Friedhofs, auf dem Demmler 1862 seine
Grabkapelle errichten ließ, hat ihren Ursprung in seinem
Stadterweiterungsplan von 1861.