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Am 22. Dezember
1804 kam Georg Adolph Demmler als unehelicher Sohn eines Güstrower
Schornsteinfegermeisters und einer Bäckerswitwe in Berlin zur
Welt. Nachdem seine Eltern ihre Beziehung 1813 öffentlich gemacht
hatten, holten sie ihren Sohn zu sich nach Güstrow, wo Demmler das
Gymnasium besuchte. 1819 wurde er in der Berliner Bauakademie
immatrikuliert.
Als frischgebackener Landbaukondukteur – heute
wäre sein Titel wohl Bauingenieur – kam Demmler 1823 als Gehilfe
des Oberlandbaumeisters Wünsch nach Schwerin. Gefördert von
Männern mit Einfluss am Hofe wurde Demmler zunächst zum
Baumeister, 1837 dann zum Hofbaumeister und 1841 schließlich zum
Hofbaurat ernannt.
Er wurde vom Großherzog protegiert, engagierte
sich politisch aber auf Seiten der Bürgerlichen und setzte sich
maßgeblich für die Bildung und eine gerechte Entlohnung seiner
Handwerker und Baugesellen ein. 1851 fiel Demmler wegen seiner
Sympathie für die Ideale der 48er Revolution in Ungnade und er
verließ Schwerin für sieben Jahre, um ausgedehnte Reisen nach
England, Italien und Frankreich zu unternehmen.
Nach 1857 –
Demmler lehnte ein Wiedereinstellung bei Hofe ab – widmete sich
Demmler ganz der Politik. 1873 kandidierte er sogar für den
Reichstag.
Im Alter von 81 Jahren starb Georg Adolph Demmler am 2.
Januar 1886 und wurde in der von ihm gebauten Grabkapelle
beigesetzt. |