Wertvolle Steine
Der Alte Friedhof gehört mit seiner parkähnlichen Anlage ganz sicher zu den schönsten im
Norden Deutschlands. Hier haben berühmte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Viele Grabmale stehen auch deshalb unter Denkmalschutz und werden aufwendig erhalten.
Auf dem Alten Friedhof in Schwerin wurden seit Oktober vergangenen Jahres acht denkmalgeschützte Grabstellen auf Vordermann gebracht – mit Hilfe von Fördermitteln und viel Fingerspitzengefühl für Geschichte. Hierbei handelt es sich um die Ruhestätten der Familien von Loeben, Lembke, Huben und Strophal. Sie wurden gesichert, instand gesetzt und restauriert. Gemeinsam mit den Grabstätten von Keding, Schmidt, von Santen und Aude (Foto o.) bilden sie ein historisches Ensemble. „Die Entscheidung, welche Grabmale saniert und über die reguläre Liegezeit hinaus erhalten und gepflegt werden, trifft die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt. Sie bewertet zum Beispiel nach dem bildhauerischen Wert des Grabmals und der Bekanntheit der Person“, sagt Maren Dierkes, Sachgebietsleiterin Investitionsmanagement. Auf Grundlage einer statischen Untersuchung wurden die Fundamente ausgewählter Grabmale saniert und gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Firmen der Region haben die Natursteine gereinigt, neu verfugt und Abdeckungen aus Metall aufgebracht, um die wertvollen Erinnerungsstätten zusätzlich zu schützen. Möglich wurde das Projekt durch die Förderung des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege M-V, das knapp die Hälfte der Kosten von 145.000 Euro übernommen hat. „Alle Arbeiten und der Einsatz der verwendeten Materialien erfolgten in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde der Stadt“, erklärt Maren Dierkes. Nun gilt es, die Metallarbeiten an den Grabeinfassungen zu ergänzen und die Flächen neu zu bepflanzen. Damit bleibt der würdevolle Gesamteindruck des historischen Ensembles für die nächsten Jahre erhalten.
Großes Servicebüro bietet mehr Barrierefreiheit
Die Friedhofsverwaltung des SDS am Waldfriedhof ist Anlaufpunkt für alle, die sich umfassend über Grabarten und Trauerhallen informieren möchten. Das Beratungsbüro dafür erstrahlt nach dem Umbau nun in neuem Glanz. Die hellen Räume bieten mehr Platz für Ratsuchende, zusätzlichen Platz für die Beschäftigten und einen unkomplizierten neuen barrierefreien Eingang.
„Damit schaffen wir deutliche Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger, die wir nun in den frischen, hellen und freundlichen Räumen empfangen können“, sagt Steffen Liebknecht (Foto o.), Sachgebietsleiter Friedhofsverwaltung. Besonders stolz ist er auf die neue Rampe für Personen, die mit dem Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind. Über diesen Weg und den eigenständig bedienbaren Türöffner erreichen sie das Servicebüro einfacher als zuvor.
Im Eingangsbereich mit gepolsterten Sitzgelegenheiten liegen Flyer zur Information und zum Mitnehmen aus. Hier empfangen Sonja Gill-Majcherek (Foto u., r.) oder Tanja Brandt die Bürgerinnen und Bürger zum persönlichen Gespräch. Dieses findet in den angrenzenden Räumen in einer ruhigen und ungestörten Atmosphäre statt. Bis zu sechs Personen finden dort Platz. Die Mitarbeiterinnen beraten zu allen Fragen rund um die Schweriner Friedhöfe, Bestattungen, Grabstätten sowie zu den damit verbundenen Wünschen und Dienstleistungen. Mit viel Einfühlungsvermögen finden sie gemeinsam mit den Angehörigen den passenden Raum für die Trauerfeiern und erläutern die Möglichkeiten für eine würdevolle Verabschiedung. „Die Friedhöfe bieten religionsübergreifende Möglichkeiten für Bestattungen“, erklärt Steffen Liebknecht. Er empfiehlt, einen Beratungstermin zu vereinbaren und die Grabstätten und Trauerhallen gemeinsam direkt vor Ort zu besichtigen. Dies kann bereits zu Lebzeiten erfolgen. So lassen sich die eigenen Wünsche festlegen und den Angehörigen kann im Trauerfall eine Sorge genommen werden. Unter www.sds-schwerin.de gibt es auch online Informationen rund um die Friedhöfe.