Neues Salzsilo wächst
Der SDS rüstet sich für die kalte Jahreszeit: In der Baustraße wird derzeit eine neue Anlage mit Salzsilo, Soleerzeuger und Lagertank gebaut. Sie soll den Winterdienst ab Herbst 2026
leistungsfähiger und umweltfreundlicher machen.
Anfang November wurden auf dem Betriebsgelände in der Schweriner Baustraße noch die ersten Fundamente gegossen, doch in einem Jahr soll die moderne Anlage für den Straßenwinterdienst fertiggestellt sein. Der SDS errichtet ein neues Streugutsilo, einen Soleerzeuger und einen Soletank – zentrale Komponenten für die Glättebekämpfung in der Landeshauptstadt.
Das größte Objekt ist das Streugutsilo. Es entsteht in kombinierter Holz- und Stahlbauweise, misst 6,20 Meter im Durchmesser, ist 19,80 Meter hoch, fasst 250 Kubikmeter Streusalz und damit 100 Kubikmeter mehr als in den bisherigen zwei Silos. Der Behälter ruht auf vier Fundamenten, die jeweils durch drei zehn Meter lange Bohrpfähle stabilisiert werden (Foto). „Hintergrund der tiefen Bohrung ist der Baugrund, der das Gewicht des Silos anders nicht aufnehmen könnte“, erklärt Ingrid Bongartz
(Foto r.), Sachbearbeiterin im Bereich Straßenunterhaltung des SDS. Das Salz wird künftig direkt in den Soleerzeuger geleitet. Aus Wasser und Salz wird die sogenannte Sole, eine Salzlösung, mit der gewonnen. Der dazugehörige Lagertank speichert die Sole in großen Mengen. Streusalz und Sole werden in einem bestimmten Verhältnis aufgebracht, um die Straßen bei winterlichen Verhältnissen befahrbar zu halten. Die bisher verwendete Sole wurde als Fertigprodukt geliefert – das wird sich mit der neuen Technik ändern. Mit dem Start des Winterdienstes im Spätherbst 2026 soll die neue Anlage vollständig betriebsbereit sein.
Gute Tipps zur Entsorgung
Wann werden die Weihnachtsbäume abgeholt, wie wird der alte Schrank entsorgt und was
gehört in die Kleiderspende? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert der neue
Abfallratgeber für ein sauberes Schwerin, der Ende des Jahres in alle Haushalte kommt.
Pünktlich zum Jahreswechsel wird der Eigenbetrieb SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin die neue Ausgabe des Abfallratgebers veröffentlichen. Das handliche Nachschlagewerk bietet mit 32 Seiten auf einen Blick alle wichtigen Informationen rund um die Abfallentsorgung in der Landeshauptstadt. „Der beste Müll ist der, der erst gar nicht entsteht“, betont Axel Klabe, Bereichsleiter beim SDS, und verweist auf die zahlreichen Tipps und Hinweise zur Müllvermeidung, die im Ratgeber ausführlich vorgestellt werden.
Die Abfallentsorgung in Schwerin ist eine komplexe logistische Aufgabe, die nur dann reibungslos funktioniert, wenn alle mithelfen – etwa durch richtige Mülltrennung oder das Beachten der Abholtermine. Wer schon beim Einkauf nach Produkten mit wenig Verpackung greift und schaut, ob Dinge in recycelbarer Verpackung wie Pappe oder Papier angeboten werden, spart wertvolle Ressourcen und Kosten. Für die getrennte Entsorgung ihrer Abfälle stehen den Schwerinerinnen und Schwerinern rund 17.200 Restabfalltonnen, 12.100 Bioabfalltonnen, zwei Recyclinghöfe sowie Papiertonnen und gelbe Tonnen oder Säcke zur Verfügung. Hinzu kommen 154 Wertstoffsammelplätze im gesamten Stadtgebiet.
Besonders in der kalten Jahreszeit lohnt sich ein Blick in die Kapitel des Abfallratgebers zum interdienst, die über Räum- und Streupflichten der Anlieger informieren. Ebenfalls enthalten sind im Heft die jährlichen Verschiebungen der Abfalltouren durch Feiertage. Alle aktuellen Termine finden sich auch auf der Webseite www.sds-schwerin.de sowie in der kostenlosen Abfallkalender-App wieder. Der Abfallratgeber steht für alle digital und in englischer, russischer und arabischer Sprache auf der SDS-Webseite zur Verfügung.